G90 Connect V5.89b Beta
Anleitung G90 Connect V5.89b

Diese Anleitung beschreibt Einrichtung und Bedienung von G90 Connect Version 5.89b. Sie richtet sich an Funkamateure und setzt Grundkenntnisse im Umgang mit dem Xiegu G90 und den Betriebsarten voraus. Die Bilder zeigen die App ohne angeschlossenes Funkgerät.

Installation und Einrichtung

Programm starten

  1. G90-Connect-5.89b-Windows.zip herunterladen und in einen eigenen Ordner entpacken.
  2. G90.exe doppelklicken. Ein kleines Helfer-Fenster legt sich in die Taskleiste, die App öffnet sich in Chrome (sonst Edge) als eigenes Fenster im Vollbild unter http://127.0.0.1:8738/. F11 verlässt das Vollbild.
  3. Windows zeigt beim ersten Start „Der Computer wurde durch Windows geschützt“, weil die exe nicht digital signiert ist: Weitere Informationen → Trotzdem ausführen.
  4. Beim ersten Start erscheint der Einrichtungsassistent (siehe unten).

Der Helfer in der exe liefert die App aus und erledigt alles, was ein Browser allein nicht darf: Weitergabe an GridTracker 2 und PSKReporter, das QRZ-Logbuch, die Zeitprüfung, Minimieren und Beenden. Läuft er schon, öffnet ein weiterer Doppelklick nur die App. Beenden: Knopf Beenden oben rechts in der App (schließt App und Helfer).

Hinweis: Chrome speichert Einstellungen und Log je Adresse. Wer die App auf anderem Weg öffnet als bisher, sichert vorher das Log als ADIF oder macht eine Sicherung (Einstellungen → Sicherung). Alle zwei Wochen erinnert die App mit einem kleinen Fenster daran („Jetzt sichern“ oder „Später“).

Tastenkürzel: Das Tastatur-Symbol ganz rechts in der Statuszeile zeigt alle Tastenkürzel und Mausfunktionen auf einen Blick.

Verkabelung

Der Verkabelungsplan (Knopf Verkabelung anzeigen im Assistenten, Schritt „Verbindung zum G90“, oder Verkabelung in den Einstellungen bei „Verbindung zum G90“) zeigt den Aufbau:

XIEGU G90Funkgerät ACC-Port IQ-Ausgang DE-19 Serielle SchnittstelleCAT · PTT SoundkarteTon RX / TX Stereo-Soundkartenur fürs Panorama PCG90 Connect USB USB ACC-Kabel USB-Kabel Klinkenkabel USB-Kabel
Steuerung und Ton (CAT, PTT, Empfang/Senden) – in beide RichtungenPanorama (I/Q-Signal) – nur zum PC
  1. ACC-Port des G90 mit dem ACC-Kabel an das DE-19. Darüber laufen Steuerung (CAT, PTT) und Ton in beide Richtungen.
  2. DE-19 per USB an den PC. Im DE-19 stecken die serielle Schnittstelle und eine Soundkarte.
  3. Nur für das Panorama: IQ-Ausgang des G90 mit einem Stereo-Klinkenkabel an eine Stereo-USB-Soundkarte, diese per USB an den PC.

Der Einrichtungsassistent

Sechs Schritte, jeder lässt sich überspringen (Später einrichten). Alles landet in den normalen Einstellungen und kann dort geändert werden; den Assistenten gibt es wieder unter Einstellungen → Einrichtung erneut starten.

Assistent Schritt 1: Willkommen
1. Willkommen – prüft die Umgebung: Chrome/Edge mit USB-Zugriff und ob die App über den Helfer läuft. Bei Problemen steht hier ein Hinweis bzw. ein Link „über den Helfer öffnen“.
Assistent Schritt 2: Eigene Station
2. Eigene Station – Rufzeichen und Locator (4 oder 6 Stellen, z. B. JO62 oder JO62qm). Beides wird geprüft und für FT8/FT4, Log und PSKReporter gebraucht.
Assistent Schritt 3: Verbindung zum G90
3. Verbindung zum G90 – Baudrate (Werkseinstellung 19200) und CI-V-Adresse, dann Jetzt verbinden. Chrome fragt nach der USB-Schnittstelle: das Interface des Funkgeräts wählen (oft „USB Serial“ oder „CP210x“). Verkabelung anzeigen öffnet den Verkabelungsplan.
Assistent Schritt 4: Soundkarten
4. Soundkarten – Ton vom Funkgerät (Eingang für Dekoder und Mithören), Ton zum Funkgerät (Ausgang für Senden) und PC-Mikrofon für SSB. Die USB-Soundkarte des Interfaces ist markiert und vorgewählt: „◀ Funkgerät“ beim Eingang (Ton kommt vom Funkgerät), „▶ Funkgerät“ beim Ausgang (Ton geht zum Funkgerät). Der Pegelbalken bewegt sich, sobald Ton vom Funkgerät ankommt.
Assistent Schritt 5: QRZ, GridTracker, PSKReporter
5. Freiwillig – QRZ.com-Zugang, Weitergabe der Dekodierungen an GridTracker 2 und Melden an PSKReporter. Zugangsdaten bleiben nur in diesem Browser.
Assistent Schritt 6: Zusammenfassung
6. Fertig – Zusammenfassung. Die App startet danach in der Konsole.
Unter Windows heißt die Soundkarte des Interfaces meist „Mikrofon (USB Audio CODEC)“ bzw. „Lautsprecher (USB Audio CODEC)“ – Chrome nennt auch den Ton vom Funkgerät „Mikrofon“. Die Soundkarten-Freigabe fragt Chrome beim ersten Mal ab; bitte erlauben.
Vor dem Senden – bitte lesen
Du bist der Funker. Senden darfst du nur mit gültiger Amateurfunkzulassung, auf den freigegebenen Frequenzen und mit der erlaubten Leistung. Die App schaltet einen echten Sender. Neue Funktionen bitte zuerst an einer Dummy Load mit kleiner Leistung ausprobieren.

Auto-CQ und automatische Abläufe

Bei FT8/FT4 ruft Auto-CQ selbstständig CQ, nimmt den stärksten Anrufer, führt das QSO bis zum Log und ruft danach weiter. Auch die QSO-Abfolge nach einem Doppelklick läuft automatisch. Das ist bequem, entbindet dich aber nicht von der Aufsicht: Bleib am Gerät und behalte Funkgerät, Leistung, SWR und Bildschirm im Blick.

Sendung sofort beenden

Nach dem Ruhezustand

Wacht der PC aus Ruhezustand oder Standby auf (oder meldet sich eine Soundkarte nicht mehr bzw. kommen beim FT8-Dekoder 6 s lang keine Tondaten), startet die App die laufenden Empfänger (FT8/FT4, CW, RTTY, SSTV) und das Panorama selbst neu – Hinweis im Protokoll. Eine laufende FT8-Sendung wird dabei beendet.

Pegelanzeigen

Alle Pegelbalken haben den Stil der SSB-Aussteuerung: Grün = gut, Gelb = laut, Rot = Übersteuerung. Eingänge (FT8, SSTV, Assistent) zeigen −48 bis 0 dBFS (Gelb ab −12 dB, Rot ab −3 dB). Die Signalbalken bei CW und RTTY zeigen die Signalstärke und sind nur grün (stark = gut).

Eingebaute Sicherungen

Pegel richtig einstellen

Bei allen digitalen Betriebsarten den Pegel so wählen, dass der G90 seine Leistung bringt, ohne dass die ALC deutlich anschlägt. Ist die Leistung zu gering: zuerst in Windows den Wiedergabepegel der USB-Soundkarte („Lautsprecher (USB Audio CODEC)“) auf 100 % stellen, dann mit dem Pegelregler in der App fein einstellen. RTTY sendet im Dauerstrich – Leistung am besten auf die Hälfte begrenzen.

G90 Connect ist ein privates Hobbyprojekt und wird ohne Gewähr bereitgestellt; die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr.

Grundbedienung
„G90 Connect“ oben links
Verbinden-Knopf: rot = nicht verbunden, Klick verbindet (zweiter Klick trennt). Daneben die Programmversion.
Rufzeichen, Locator, Uhr
Eigene Station groß in der Kopfzeile, rechts daneben UTC und Ortszeit (MEZ/MESZ) mit Sekunden.
Reiter
Konsole, Pano (Panorama), SSB, FT8/FT4, CW, RTTY, SSTV, PSKReporter, Log, NanoVNA. Was nicht in die Zeile passt, steht im Menü ☰.
Ansicht wechseln
Jede Ansicht (Konsole, Pano, SSB, FT8/FT4, CW, RTTY, SSTV) merkt sich Frequenz und Betriebsart. Kommst du zurück, stellt die App beides am G90 wieder ein.
Symbole rechts
Sonne = Sonnenlicht-Modus (gelber Hintergrund, schwarze Schrift, grau-schwarze Wasserfälle – für draußen; nochmal klicken = dunkel), Zahnrad = Einstellungen, Strich = Minimieren, Ein/Aus = Beenden (App und Helfer).
Blöcke
Jeder Block lässt sich über seine Überschrift (▾/▸) ein- und ausklappen; der Zustand wird gemerkt.
Frequenz
Schritt 10 Hz / 100 Hz / 500 Hz / 1 kHz wählen (die Frequenz rastet auf das gewählte Raster ein: liegt sie dazwischen, führt der erste Schritt auf den nächsten Rasterpunkt; der kleine Knopf Aus links neben 10 Hz schaltet das Raster ab, ein Klick auf einen Schritt wieder an), dann Mausrad über dem Frequenzblock (eine Rastung = ein Schritt), Klick auf die obere bzw. untere Hälfte einer Ziffer, −/+ oder direkte Eingabe in MHz (z. B. 7.074).
Protokoll
In der Konsole ganz unten der Block „Protokoll“ (anfangs eingeklappt, Klick auf die Überschrift klappt ihn auf) – oder Einstellungen → „Protokoll und eigene Befehle öffnen“: alle Meldungen der App, dazu eigene CI-V-Befehle – hilfreich bei der Fehlersuche (Ausschnitt markieren und kopieren).
Statuszeile
Ganz unten rechts in jeder Ansicht: G90 verbunden?, laufende Dekoder, Panorama, Uhrzeit (genau / Abweichung), Helfer (G90.exe), QRZ und PSKReporter-Meldung – grün = läuft, gelb = Achtung, rot = Problem, grau = aus. Ein Klick führt zur passenden Stelle (Verbinden, Panorama, Uhr prüfen, Einstellungen).
Bandspeicher
In CW, RTTY, SSTV und SSB merkt sich jedes Band die zuletzt benutzte Frequenz. Wählst du das Band, landest du dort; wählst du dasselbe Band nochmal, geht es auf die Standardfrequenz. FT8/FT4 nutzt immer die Standardfrequenz.
Akku sparen
Einstellungen → „Dekoder und Panorama in anderen Ansichten ruhen lassen“: was die aktuelle Ansicht nicht zeigt, hält an und läuft beim Zurückkehren wieder an (FT8 mit laufendem Senden und ein SSTV-Bild, das gerade kommt, laufen weiter). Ab Werk ist der Schalter aus: Alle gestarteten Dekoder laufen beim Wechsel der Ansicht im Hintergrund weiter.
Meldungen
Kurze Meldungen erscheinen unten und verschwinden von selbst; auf dem Touchscreen lassen sie sich mit dem Finger nach oben wegschieben.
Was ist neu
Nach einem Update zeigt die App einmal kurz die Neuerungen; jederzeit wieder über Einstellungen → „Über diese App“ → „Was ist neu?“.
Tastatur
Esc beendet jede Sendung. In SSB ist die Leertaste die Sprechtaste, in CW/RTTY senden F1–F7 die Speicher, im Rufspeicher F1–F4.
Konsole
Ansicht Konsole
Die Konsole: Frequenz, S-Meter und alle Grundfunktionen des G90.

Frequenz und S-Meter

Große Frequenzanzeige mit VFO A und VFO B. Das S-Meter ist dem Display des G90 nachempfunden: Skala S1–S9 und +20/+40/+60 dB, dazu S-Wert in dBm (S9 = −73 dBm). Es ist am Display des G90 geeicht und zeigt dieselben S-Werte; ohne Signal steht es ruhig auf S0. In der Ansicht FT8 steht ein kleines S-Meter oben links neben RX/TX. Beim Senden zeigt es die Ausgangsleistung in Watt (Po, live vom G90 – regelt das Gerät bei schlechtem SWR herunter, sieht man das sofort) und das SWR, das der G90 gerade misst. Der G90 misst grob: unter etwa 1,4 steht „<1,4“, über 3 steht „>3“. Ohne frische Messung vom Gerät nimmt die App den Wert aus dem NanoVNA-Antennenprofil („SWR ≈ 1,8“); was gerade angezeigt wird, verrät der Tooltip.

Band und Betriebsart

Bänder 160 m bis 10 m (jedes Band merkt sich seine letzte Frequenz), Betriebsarten LSB, USB, L-D, U-D (LSB/USB digital – nur hier nimmt der G90 Ton über die hintere Buchse an), CW, CW-R, AM, FM.

VFO und Split

VFO A/B, A⇄B (tauschen), A=B, Split mit Sendefrequenz (Setzen), RIT mit Versatz, Drehknopf am Gerät sperren.

Empfänger

Lautstärke, Squelch, NB-Pegel, AGC (Aus/Schnell/Mittel/Langsam), Vorverstärker (PRE), Abschwächer (ATT), Störaustaster (NB) und SQL.

Senden

PTT, Leistung bis 20 W, Tuner ein/aus und Abstimmen. Die PTT schaltet nach 3 Minuten automatisch ab.

Beim Verbinden und beim Wechsel in die Konsole liest die App den aktuellen Zustand vom G90: Frequenz, Betriebsart und alle Knöpfe (z. B. leuchtet NB, wenn der Störaustaster am Gerät an ist).

Alle Regler und Schalter werden laufend vom Gerät mitgelesen – was am G90 selbst verstellt wird, erscheint auch in der App.

SSB – Sprachbetrieb
Ansicht SSB
SSB: Rufspeicher oben, Sprachbetrieb in der Mitte, Panorama darunter.

Gesprochen wird über das PC-Mikrofon. Die App stellt den G90 dafür auf L-D (unter 10 MHz) bzw. U-D (darüber, auch 60 m) – ausgesendet wird normales SSB. Der runde Drehknopf links neben der Frequenz stimmt im gewählten Schritt ab (im Kreis ziehen, Mausrad oder Pfeiltasten).

Sprachbetrieb

  1. Sprachbetrieb einschalten, Mikrofon und „Zum Funkgerät“ wählen.
  2. Pegel so einstellen, dass die Aussteuerung im grünen bis gelben Bereich ausschlägt (−12 bis 0 dB) und am G90 keine ALC kommt. Rot mit „+dB“ heißt übersteuert: Pegel zurücknehmen. Kompressor nach Geschmack, SSB-Filter 300–2700 Hz.
  3. Equalizer: Knopf EQ neben dem SSB-Filter öffnet den Mikrofon-Equalizer mit 5 Reglern (300 Hz Tiefen, 600 Hz, 1,2 kHz Mitten, 1,8 kHz, 2,5 kHz Höhen, je ±12 dB) und einer Kurve. Profile: Flach, DX Punch (wenig Tiefen, viele Höhen – scharf und durchsetzungsstark), Ragchew (weich und natürlich) und Eigenes (wird beim Verschieben eines Reglers automatisch gespeichert). Wirkt nur auf die Aussendung und sofort, auch während des Sprechens.
  4. Senden: SPRECHEN gedrückt halten oder Leertaste halten (nicht in Eingabefeldern). Mit „Einrasten“ einmal drücken = an, nochmal = aus.

Abschaltung nach 3 Minuten, beim Wechsel aus dem Fenster und mit Esc. Wechselst du von SSB in eine andere Ansicht, geht der Sprachbetrieb ganz aus (Mikrofon zu).

Mithören

„Empfang über PC-Lautsprecher mithören“ gibt den Ton vom Funkgerät auf PC oder Headset aus (beim Senden stumm), auf Wunsch mit Störaustaster (schaltet kurze Knackser stumm, Schwelle einstellbar) und Rauschunterdrückung (Stärke einstellbar; für CW aus lassen, sie dämpft Dauertöne).

Mit „↓ 60 s“ neben dem Schalter speicherst du die letzten 60 Sekunden Empfang jederzeit als WAV-Datei – praktisch, wenn ein seltenes Rufzeichen gerade durchgerauscht ist. Der Mitschnitt läuft mit, solange das Mithören eingeschaltet ist (auch bei Lautstärke 0), und enthält den Ton so, wie er vom Funkgerät kommt.

Rufspeicher

Vier Speicher für aufgesprochene Rufe (z. B. CQ-Ruf, Rufzeichen): ● nimmt auf (höchstens 30 s, Sprachbetrieb muss an sein), ▶ oder F1–F4 sendet. „Wdh.“ ruft in Schleife mit Hörpause in Sekunden; Sprechtaste oder Leertaste beendet die Schleife und übernimmt sofort. Menü ⋯: Name, Anhören, als WAV speichern, Datei laden, Löschen.

Loggen

Loggen öffnet den Dialog „SSB-QSO loggen“: Rufzeichen, RST gesendet/erhalten, Datum, Uhrzeit UTC und Frequenz (vorbelegt, änderbar). Beim Tippen zeigt die App, ob die Station schon im Log steht (grün = neu, orange = schon gearbeitet, rot = schon auf diesem Band in SSB). Mit eingetragenem QRZ-Logbuch-Schlüssel geht das QSO sofort auch ins QRZ-Logbuch.

Contest-Nummern: Häkchen „Contest-Nummern mitloggen“ setzen – dann erscheinen Nr. gesendet (laufende Nummer, vorbelegt mit 001 und nach jedem QSO automatisch +1, von Hand änderbar) und Nr. erhalten (Pflichtfeld). auf 001 setzt den Zähler für einen neuen Contest zurück. Die App merkt sich Häkchen und Zähler. Im Log stehen die Nummern klein neben dem RST, im ADIF als STX/SRX.

FT8 / FT4
Ansicht FT8/FT4
FT8/FT4: Wasserfall, Senden-Block mit Tx1–Tx6, Dekodierliste, Log und Stationsinfo.

Beim Öffnen der Ansicht stellt die App den G90 auf U-D. Dekoder und Kodierer stammen aus ft8_lib und laufen direkt im Browser.

Empfangen

Die Rufzeichen des letzten Durchgangs stehen im oberen Bereich des Wasserfalls an ihrer Frequenz. Klick auf ein Rufzeichen ruft die Station an.

  1. Band wählen (FT8- bzw. FT4-Frequenz) oder Frequenz setzen.
  2. Soundkarte (Ton vom Funkgerät) wählen und Dekoder einschalten. FT8 oder FT4 umschalten – beim Öffnen der Ansicht FT8/FT4 und bei jedem Klick auf FT8 oder FT4 stellt die App den G90 auf die Standardfrequenz im aktuellen Band (U-D); hat das Band keine FT4-Frequenz (z. B. 60 m), auf 20 m.
  3. Wasserfall 200–3000 Hz (Höhe am Griff ziehbar; beim Senden hält er an wie bei WSJT-X, so bleibt mehr Empfangsverlauf sichtbar), Liste mit UTC, dB, DT, Hz, Entfernung, Land und Nachricht. Haken „Nur CQ / 73“ blendet den übrigen Verkehr aus; an dich gerichtete Meldungen bleiben immer sichtbar. Ein kleines blaues NEU hinter der Meldung zeigt ein Land, mit dem du noch kein QSO im Log hast.
Uhrzeit: FT8 braucht eine genaue PC-Uhr (±1 s). Die Anzeige „Uhr“ prüft das (grün bis ±0,5 s, orange bis ±1 s, rot darüber). Bei Abweichung in Windows: Einstellungen → Zeit und Sprache → Jetzt synchronisieren.

Senden

Log und Stationsinfo

Fertige QSOs landen automatisch im Log (neben der Liste und im Reiter Log), auf Wunsch mit „Bing“ und automatisch im QRZ-Logbuch. Ein Klick auf eine Zeile zeigt rechts die Stationsinfo von QRZ.com (Name, Ort, Land, Locator, Entfernung/Richtung, QSL-Wege, Foto, schon gearbeitet). Dekodierungen können an GridTracker 2 und PSKReporter weitergegeben werden (Einstellungen).

CW (Morse)
Ansicht CW
CW: Dekoder oben, Senden mit Speichertasten F1–F7, Panorama darunter.

Empfangen

Soundkarte wählen und Dekoder einschalten. Die Tonhöhe folgt mit „Auto“ dem stärksten Signal oder wird am Regler eingestellt; das Tempo lernt sich selbst ein (Anzeige in WpM). Erkannter Text erscheint groß, gesendeter rot. Doppelklick auf ein Wort übernimmt es als Gegenstation.

Umschalter Panorama | Ton: Panorama zeigt den großen Wasserfall der I/Q-Soundkarte (Klick oder Ziehen stimmt ab), Ton den kleinen Ton-Wasserfall 200–1200 Hz. Suchen stimmt auf das stärkste Signal im sichtbaren Bereich ab.

Senden

Der Ton kommt aus der Soundkarte (G90 in U-D) genau auf der Empfangstonhöhe – du sendest also auf der Frequenz der Gegenstation (Anzeige „Sendet auf …“). Tempo 5–40 WpM, Pegel live regelbar. Text eingeben und Enter oder einen der sieben Speicher (F1–F7) nutzen; F3 „Rapp. kurz“ gibt nur den Rapport (ohne GM/UR, vor dem ausführlichen „Rapport“ auf F4): {CALL} DE {MYCALL} RST {RST} {RST} BK. Platzhalter: {MYCALL}, {CALL}, {RST} (mit Haken „5NN“ in Kurzform); Betriebszeichen <AR> <SK> <BT> <KN>. Eine Sendung dauert höchstens knapp 3 Minuten. Loggen speichert das QSO mit RST.

Contest-Speicher

Der Knopf Normal ▾ bei den Speichertasten (CW und RTTY) öffnet eine kleine Auswahl: Normal = deine gewohnten Speicher, Contest = eigene Contest-Speicher mit laufender Nummer {NR}. Beim Loggen fragt die App die erhaltene Nummer ab, die eigene zählt danach weiter. Dort lässt sich auch die nächste Nummer eintragen oder auf 001 zurücksetzen. Die Umstellung gilt für CW, RTTY und das SSB-Loggen gemeinsam.

ESM – Enter sendet die passende Nachricht

Mit dem Knopf ESM (LED grün = an) brauchst du für ein ganzes QSO nur die Enter-Taste. Die Speichertaste, die Enter als Nächstes sendet, ist grün umrandet (⏎). So siehst du immer vorher, was hinausgeht.

RTTY (Fernschreiben)
Ansicht RTTY
RTTY: Einstellungen, Text, Kreuzzeiger und Senden.

Einstellbar: Baud (45,45 / 50 / 75 / 100), Shift (170–850 Hz), Stoppbits, Reverse, USOS und Rauschsperre. Mit „Auto“ (Standard) analysiert die App alle 1,5 s das Signal und stellt Shift, Mitte, Baud und Reverse selbst ein; ohne Signal wird nichts verstellt.

Der Kreuzzeiger (wie bei MMTTY) zeigt Mark und Space – bei richtiger Abstimmung steht ein sauberes Kreuz. Wasserfall wie bei CW wahlweise Panorama (Klick legt die Station auf die RTTY-Mitte) oder Ton.

Senden mit Text oder Speichern F1–F7 (gleiche Platzhalter wie CW), Stopp/Esc. RTTY ist Dauerstrich: Leistung am besten auf die Hälfte begrenzen.

SSTV (Bildübertragung)
Ansicht SSTV
SSTV: Empfang links, Senden rechts, empfangene Bilder darunter.

Empfang

Empfang einschalten. „Modus: Automatisch“ erkennt 14 Modi – Martin M1/M2, Scottie S1/S2/DX, Robot 36/72, PD 50/90/120/160/180/240/290 – über den VIS-Kopf oder am Zeilentakt, auch beim Einstieg mitten im Bild. Die Verstimmung wird gemessen und ausgeglichen; Nachstimmen (auf Wunsch automatisch) stellt den G90 genau ein.

Suchlauf fährt die Anruffrequenzen oder den ganzen SSTV-Bereich ab und bleibt bei einem Signal stehen. Bilder: PNG speichern, Zum Senden, Löschen; die Liste „Empfangene Bilder“ hält die letzten 200 Bilder, auf Wunsch automatisch in einen Ordner gespeichert (Ordner wählen …).

Panorama-Erkennung: siehe Panorama → Signalerkennung. Gefundene SSTV-Signale bekommen ein oranges Fähnchen „SSTV“; ein Klick stellt den G90 ein und schaltet den Empfang ein. Mit hinspringen geht das in der SSTV-Ansicht automatisch, sobald gerade kein Bild läuft (höchstens alle 15 s).

Senden

Bild laden oder Testbild, Text oben (dein Rufzeichen) und unten (z. B. „THX QSO 73“). Modi mit unter 3 Minuten Sendedauer: Martin M1/M2, Scottie S1/S2, Robot 36/72, PD 50/90/120/160. Die App stellt unter 10 MHz L-D, sonst U-D ein. Stopp/Esc bricht ab.

Panorama (I/Q-Spektrum und Wasserfall)
Ansicht Panorama
Panorama: Einstellzeile und Spektrum mit Wasserfall.

Das Panorama zeigt Spektrum und Wasserfall aus dem I/Q-Signal, das der G90 an seinem I/Q-Ausgang liefert. Eine zweite Soundkarte mit Stereo-Eingang nimmt es auf (links = I, rechts = Q). Es läuft gleichzeitig zum normalen Betrieb und erscheint zusätzlich unten in SSB, CW, RTTY und SSTV. Ohne I/Q-Soundkarte funktioniert alles andere ganz normal.

  1. I/Q-Soundkarte wählen und Panorama einschalten. In Windows bei dieser Soundkarte 2 Kanäle (Stereo) und möglichst 96 oder 192 kHz einstellen. Die App prüft, ob wirklich Stereo ankommt.
  2. „Mitte folgt dem VFO“ (mit Versatz in Hz) oder feste Mittenfrequenz. „I/Q tauschen“ spiegelt das Spektrum, „Mittenspitze ausblenden“ ersetzt den Bereich um die Mitte (±60 Hz bis ±1 kHz wählbar) durch Grundrauschen und entfernt so die Gleichspannungs-Spitze der Soundkarte. Abtastrate automatisch oder 48/96/192 kHz.

Signalerkennung – Fähnchen für CW, RTTY, SSTV, FT8 und FT4

Der Knopf Signalerkennung in der Panorama-Leiste prüft laufend den ganzen Ausschnitt gleichzeitig, ohne Suchlauf, und setzt Fähnchen direkt aufs Signal:

Ein Fähnchen erscheint nach etwa 4–5 Sekunden (zweimal bestätigt), wird blass, wenn das Signal fehlt, und verschwindet nach 15–20 Sekunden. Stehen Fähnchen zu eng, rutscht eines eine Zeile tiefer. FT8-Gruppen, Dauerträger und Sprache bekommen kein CW/RTTY-Fähnchen. Fähnchen gibt es nur dort, wo die Betriebsart laut Bandplan hingehört: CW im CW-Teil, RTTY im Digital-Teil, SSTV im SSB-Teil; außerhalb der Amateurfunkbänder keine. CW wird ab etwa +7 dB über dem Rauschen daneben erkannt, auch zwei Stationen im Abstand von rund 100 Hz; SSTV schon, wenn das Bildband nur 3–4 dB über dem Rauschen liegt (der Zeilentakt wird über mehrere Zeilen aufaddiert, schwache Bilder brauchen dafür eine Sekunde länger); sehr langsames Hand-CW mit wenigen Zeichen oder RTTY im Leerlauf mit nur einem Ton kann fehlen. Beim Senden ruht die Erkennung.

DX-Cluster – Spots als Fähnchen

Der Knopf DX-Cluster neben Signalerkennung holt jede Minute die aktuellen Spots aus dem DX-Cluster (von HamQTH.com, braucht Internet) und zeigt alle Spots der letzten 30 Minuten, die im Ausschnitt liegen, als weiße Fähnchen unten im Wasserfall – so kommen sie den Fähnchen der Signalerkennung oben nicht in die Quere. Älter als 15 Minuten = blasser. Mit der Maus über einem Fähnchen siehst du Land, Frequenz, wie alt der Spot ist, wer ihn gemeldet hat und den Kommentar. Ein Klick stellt den G90 auf die Frequenz. Der Knopf merkt sich seinen Zustand; ausgeschaltet fragt die App HamQTH nicht.

Abstimmen
Klick ins Spektrum oder in den Wasserfall stimmt ab und rundet auf das oben gewählte Raster (z. B. 1 kHz, mit Aus genau); mit der Maus ziehen verschiebt das Bild, der G90 stimmt laufend mit (ebenfalls im Raster); das Mausrad stimmt ab (eine Rastung = ein Schritt); mit gedrückter Alt-Taste (am Mac Option) oder Strg zoomt das Mausrad (nach oben = näher heran). Ausnahme: In CW, RTTY und SSTV legt ein Klick die angeklickte Station genau auf den Ton, damit sie dekodiert werden kann.
Zoom und Dynamik
Zoom stufenlos 1× bis 16× (Regler oder Alt/Strg + Mausrad, Doppelklick auf den Regler = 1×; auf dem Touchscreen mit zwei Fingern aufziehen). Auch die kleinen Wasserfälle bei FT8, CW, RTTY und SSTV zoomen mit Alt oder Strg + Mausrad bis 8× um den Mauszeiger (das Mausrad allein stimmt den VFO ab); gezoomt verschiebst du das Bild mit gedrückter Maustaste. Dynamik mit Mitte: in der Mitte Standard (60 dB), nach rechts mehr Kontrast (Rauschen dunkler, Signale kräftiger, bis 15 dB Umfang), nach links weicher (bis 150 dB); Doppelklick = Mitte. Auto stellt den Kontrast laufend nach Rauschen und stärksten Signalen ein.
Tempo
Regler für die Geschwindigkeit des Wasserfalls: links langsamer (mehr Verlauf sichtbar), rechts schneller (kurze Signale besser zu sehen). Die Zahl daneben = neue Zeilen pro Sekunde (2 bis 60, normal 25 – der Strich am Regler). Auch mit dem Mausrad einstellbar; Doppelklick = zurück auf normal.
Hintergrund ebnen
Ist das Grundrauschen an manchen Stellen heller oder dunkler (Filter im Funkgerät, Soundkarte), gleicht die App das nach ein paar Sekunden aus – der Hintergrund wird eine einheitliche Fläche, Signale bleiben gleich hell. Einstellungen → Darstellung → Wasserfall und Spektrum, standardmäßig an.
Spektrum glätten
Die Spektrumlinie über dem Wasserfall wird über mehrere Bilder gemittelt (Einstellungen → Darstellung: Aus, Leicht, Mittel, Stark). Das Rauschen wird ein ruhiges, schmales Band, schwache gleichbleibende Signale heben sich besser ab; sehr kurze Signale erscheinen etwas flacher. Der Wasserfall selbst bleibt ungeglättet.
Spektrum / 3D
Spektrum mit Wasserfall oder 3D-Wasserfall (Linien in den Stufen leicht/mittel/fein oder als Fläche).
Filter
Die Kanten des blauen Durchlassbereichs lassen sich ziehen – das wirkt nur auf das Mithören am PC, nicht auf den G90. Voreinstellungen 300 / 1,5k / 2,7k / 3k stehen im Frequenzblock unter den Schrittweiten. Beim Wechsel in die Ansicht CW wird der Filter auf ±150 Hz um die Tonhöhe gestellt, in SSB auf 300–2700 Hz (im Digitalbereich des Bandplans 100–3000 Hz).
Bandplan
Bandplan und Frequenzskala stehen ganz oben über dem Spektrum. Die dünne Leiste zwischen Spektrum und Wasserfall verteilt per Ziehen die Höhe (Doppelklick = Standard). Farbiger Streifen (IARU Region 1, vereinfacht): CW blau, Digital violett, SSB grün, Baken orange, alle Betriebsarten türkis.
PSKReporter – Weltkarte

Zeigt auf einer Weltkarte mit Tag-Nacht-Grenze und Graulinie (Dämmerungszone, Schalter „Graulinie“ – dort gibt es oft besonders gute Weitverbindungen), wer dich hört – Punkte nach Signalstärke (ab 0 dB rot, bis −10 orange, bis −18 gelb, sonst blau), auf Wunsch mit Linien zum eigenen Standort ▲. Der Schalter „Wolke“ legt eine farbige Wolke über die Karte: Wo viele Stationen dich kräftig hören, ist sie dicht und rot, wo es nur schwache Meldungen gibt, blau. Oben steht dazu die beste Richtung von deinem Locator aus (z. B. „WNW, 293°“).

Wer hört mich?
Stationen, die deine Aussendungen an PSKReporter gemeldet haben. Ein paar CQ-Rufe in FT8 senden – nach etwa 5 Minuten erscheinen die Empfänger.
Wen höre ich?
Was du selbst an PSKReporter meldest (dafür in den Einstellungen das Melden einschalten).
Meine Dekodierungen
Live aus dem eigenen FT8-Dekoder, auch ohne Internet.

Der senkrechte Anfasser zwischen Karte und rechter Spalte verstellt die Breite (Doppelklick setzt zurück). In der Liste steht links neben jedem Rufzeichen die Landesfahne.

In der rechten Spalte lassen sich die Höhen von Bänderliste und Stationsinfo mit den kleinen Strichen dazwischen verschieben (Doppelklick setzt zurück); die Liste dazwischen nimmt den Rest.

Filter nach Zeitraum, Band und Betriebsart, Band-Übersicht mit Anzahl und weitester Entfernung, Liste nach Entfernung. Klick auf ein Rufzeichen zeigt die QRZ-Stationsinfo. Kartenhintergrund: OSM dunkel, OSM hell oder OpenTopoMap. Neue Meldungen kommen live, solange die Karte offen ist; die volle Abfrage geht nach den Regeln von PSKReporter höchstens alle 5 Minuten.

Log

Log-Dialog (SSB, CW, RTTY, SSTV): „Loggen“ öffnet in allen Betriebsarten denselben Dialog. In CW und RTTY kommen Rufzeichen und RST aus der Zeile „Gegenstation“ (die brauchen auch die Textspeicher); in SSB und SSTV trägst du sie direkt im Dialog ein. Ist der QRZ-Zugang eingetragen, erscheinen beim Tippen Name, Ort, Land (mit Fahne) und Entfernung; Name und Locator werden eingetragen. Ist die Station schon im Log, steht das darunter – rot bei gleichem Band und gleicher Betriebsart (Doppel). Enter loggt, Esc bricht ab. Der Name geht als NAME mit in die ADIF-Datei.

Ansicht Log
Das Log als Tabelle mit Suche und Filtern.

Alle QSOs aus FT8/FT4, CW, RTTY und SSB als Tabelle, neueste oben: Datum, UTC, Rufzeichen (Link zu QRZ.com), Name, Ort, Land mit Landesfahne, Locator, Entfernung in km, Band, MHz, Betriebsart, RST und QRZ-Status.

Das Log liegt nur im Browser auf deinem PC. Regelmäßig als ADIF sichern oder eine Sicherung anlegen (Einstellungen → Sicherung).

NanoVNA – Antennen-Abgleich

Der Reiter NanoVNA (bei schmalem Fenster im Menü ≡) misst mit einem NanoVNA-H oder -H4 per USB die SWR-Kurve der Antenne. Solange er offen ist, sendet die App nicht (PTT, Sprache, FT8/FT4, CW, RTTY, SSTV, Abstimmen) – oben steht „TX gesperrt“. Die Sendetaste am G90 selbst kann die App nicht sperren.

  1. NanoVNA vorher am Gerät für den Bereich kalibrieren (OPEN / SHORT / LOAD).
  2. Antennenkabel vom G90 abziehen und an Port 1 (CH0) des NanoVNA stecken, NanoVNA per USB an den PC.
  3. NanoVNA verbinden – Chrome fragt nach der Schnittstelle (meist „STM32 Virtual ComPort“).
  4. Band wählen – oder „frei (von–bis)“ mit eigenem Bereich in MHz, oder „Ausschnitt (Mitte ±)“ mit Mitte in MHz und Spanne in kHz (Mitte wird mit dem besten SWR der letzten Messung vorbelegt), Punkte (H4: bis 401) und Messen. Live misst fortlaufend (~1 s) – praktisch beim Kürzen oder Verlängern.
Messbereich
„bis“ legt die obere Grenze aller Messungen fest: 30, 60, 100, 200, 450 oder 900 MHz. Der G90 sendet nur bis 54 MHz – höher ist für Antennen anderer Geräte.
Kurve
SWR über der Frequenz, gleichmäßig eingeteilt wie bei einem VNA (Achse „SWR“: Auto passt sich an – 1–2, 1–3, 1–5 oder 1–10), Band grün hinterlegt, Linien bei 1,5 und 2,0, rote Linie = aktuelle G90-Frequenz. Rechts: bestes SWR mit Frequenz und Impedanz, Bereich mit SWR < 2 und < 1,5. Die Maus zeigt Frequenz, SWR und Impedanz jedes Punktes; ein Klick stellt den G90 auf diese Frequenz.
Alle Bänder
Misst nacheinander alle Bänder von 160 bis 10 m und listet je Band, wo die Antenne im Band ihr geringstes SWR hat, wie gut es dort ist und welcher Anteil des Bandes unter SWR 2 liegt. Klick auf eine Zeile zeigt die Kurve dieses Bandes.
SWR / Smith
Umschalter zwischen SWR-Kurve und Smith-Diagramm (Impedanz; grün = Bereich im Band, gestrichelte Kreise = SWR 1,5 und 2, orange = bestes SWR, rosa = gewählter Punkt).
Anpassung (L-Glied)
Für den gewählten Punkt (Klick in die Kurve, sonst bestes SWR) zeigt die App zwei Lösungen mit Spule und Kondensator, die die Antenne auf 50 Ω bringen – rein rechnerisch, nur für diese Frequenz.
Speichern ▾
Menü mit „Bericht (PDF) – dieses Band“, „Alle Bänder (PDF)“ und „S1P-Datei“.
S1P-Datei
Speichert die Messung als Touchstone-Datei (.s1p), lesbar z. B. mit VNAmate oder NanoVNA-Saver.
Mehr Punkte
„Punkte“ 1 000 / 5 000 / 10 000: der NanoVNA misst in Abschnitten (je 201 bzw. 101 Punkte), die App setzt sie zu einer fein aufgelösten Kurve zusammen. Dauert entsprechend länger (am H4 grob 0,5–1 s je Abschnitt). In Profilen werden höchstens etwa 1 000 Punkte gespeichert. „Live“ misst immer mit 201 Punkten und stellt danach die vorige Einstellung wieder her.
Zweite Kurve
„dazu“: R und X (Wirk- und Blindwiderstand – wo X durch 0 geht, ist die Resonanz, markiert mit „X=0“), |Z| oder Rückfluss dB, mit eigener Achse rechts. Über die Legende oben links im Diagramm lässt sich jede Kurve ein- und ausblenden.
Werte groß
Eine große Anzeige schwebt in der Ecke des Diagramms, in der am wenigsten von der Kurve liegt (das Minimum bleibt immer frei); sie zeigt SWR, R, X und |Z| – unter der Maus, am gesetzten Marker oder am besten SWR. Gut lesbar unterwegs; mit × ausblenden, mit „Werte groß“ wieder einblenden.
Bewertung
Die App deutet die Messung in Worten: wie gut die Anpassung ist, ob die Resonanz im Band liegt oder die Antenne zu lang/zu kurz ist (mit Prozentangabe zum Kürzen/Verlängern), wie viel vom Band unter SWR 2 liegt, was der Widerstand bei Resonanz bedeutet und wie breitbandig die Antenne ist. Die Bewertung steht auch im PDF-Bericht. Die Gruppen in der rechten Spalte lassen sich per Klick auf die Überschrift auf- und zuklappen.
Bereich aufziehen
In der SWR-Kurve mit gedrückter Maustaste nach links oder rechts ziehen: der markierte Bereich wird als „frei (von–bis)“ übernommen und sofort gemessen – so lässt sich schnell in die Resonanz hineinzoomen. Mit dem Scrollrad über der Kurve zoomst du um die Mausposition hinein (hoch) und heraus (runter); gemessen wird nach kurzer Pause. ⟲ Zurück oder ein Doppelklick in die Kurve geht einen Zoomschritt zurück, zuletzt wieder aufs ganze Band.
Bericht
Bericht für das angezeigte Band: Profilname, Datum und Uhrzeit, Rufzeichen, Bereich, bestes SWR mit Impedanz und Bandbreite, SWR-Kurve, Smith-Diagramm und L-Glied. In der Bänderliste hat jede Zeile einen eigenen Knopf „PDF“ für dieses Band; „Speichern ▾ → Alle Bänder (PDF)“ gibt das Gesamtbild aller KW-Bänder mit Tabelle aus. Die PDF-Datei wird direkt heruntergeladen (Name mit Profil, Band und Datum).
Antennenprofile sichern
„Speichern“ legt die Messung unter dem eingetragenen Namen ab, direkt nach „Alle Bänder“ alle Bänder auf einmal. „Profile speichern“ speichert alle Profile mit allen Messwerten als Datei (Sicherung, anderer PC, weitergeben), „Profile laden“ liest sie wieder ein (gleiche Namen werden ersetzt). „Zeigen“ beim Profil holt die Kurven, Bänderliste und Berichte zurück – auch ohne NanoVNA.
Vergleich
Kurve merken lässt die aktuelle Kurve farbig stehen (bis zu 5), z. B. vor dem Kürzen. Die vorige Messung erscheint blass.
Antennenprofile
Namen eintragen, Speichern – die Messung kommt in dieses Profil (gleicher Bereich wird ersetzt; mehrere Bänder pro Antenne möglich). Das gewählte Profil wird im Betrieb genutzt: steht der G90 auf einer Frequenz mit SWR über der Schwelle (1,5 / 2,0 / 2,5 / 3,0), erscheint oben die Warnung „SWR ≈ … – Tuner einschalten“ (nicht bei eingeschaltetem Tuner). Ohne Profil oder mit „kein Profil“ bleibt die App still; die Warnung lässt sich auch ganz abschalten.
Wichtig: Die Warnung vor dem Senden beruht auf der gespeicherten NanoVNA-Messung. Änderungen an Antenne, Kabel, Wetter oder Umgebung erkennt sie nicht. Auch die SWR-Zeile im S-Meter zeigt beim Senden nur diesen gespeicherten Wert („SWR ≈ …“) – der G90 liefert über die Schnittstelle keinen verlässlichen SWR-Messwert. Achte im Sendebetrieb selbst auf das SWR.

NanoVNA V2 (anderes Protokoll) wird nicht unterstützt.

Broadcast – Rundfunk in AM

Der Reiter Broadcast (mit dem kleinen Radio) ist zum Rundfunkhören. Beim Öffnen stellt die App den G90 auf AM. In dieser Ansicht wird nur empfangen – Senden ist gesperrt.

EiBi: Mit dem Knopf EiBi zeigt die App, welche Rundfunksender laut Sendeplan gerade senden – als graue Fähnchen im Panorama, als Name an der eingestellten Frequenz und in der Liste unter „Jetzt auf Sendung“. Die Liste (von Eike Bierwirth, eibispace.de, frei nutzbar) holt die G90.exe aus dem Internet und speichert sie auf dem PC; sie wird höchstens alle drei Tage erneuert und funktioniert danach auch ohne Internet. Doppelklick auf EiBi lädt sie neu. Eigene Sender (orange) haben Vorrang.

Einstellungen

Das Zahnrad oben rechts öffnet die Einstellungen. Sie sind nach Themen geordnet; jeder Punkt lässt sich über seine Überschrift auf- und zuklappen (beim ersten Öffnen sind alle zu, danach merkt sich die App, was offen war).

Funkgerät
Verbindung zum G90: Baudrate (19200/9600/4800, muss zum G90 passen), Aktualisierung der Anzeige, CI-V-Adresse, Beim Start verbinden (die App verbindet sich beim Öffnen von selbst mit dem zuletzt benutzten G90-Anschluss) und Gerät (welches Xiegu-Gerät sich meldet; die Firmware-Version steht nur im Menü des G90). SWR-Anzeige: Der G90 liefert über die Schnittstelle keinen verlässlichen SWR-Wert; die App zeigt beim Senden das SWR aus der gespeicherten NanoVNA-Antennenmessung. Sie ersetzt kein SWR-Meter im Sendebetrieb.
Audio und Betrieb
Soundkarten neu einlesen. Betrieb: Dekoder und Panorama in anderen Ansichten ruhen lassen (spart Akku), „Bing“ über die PC-Lautsprecher, sobald ein QSO ins Log kommt (nie über das Funkgerät), mit Lautstärke.
Station und Dienste
Eigene Station (Rufzeichen, Locator), QRZ.com (Zugang für die Stationsinfo, API-Schlüssel für das QRZ-Logbuch, automatische Übertragung und Abgleich), GridTracker 2 und PSKReporter (Weitergabe, Melden, Aktualisierung der Karte, Port des Helfers).
Darstellung
Farbe: Akzentfarbe (Orange, Gelb, Grün, Türkis, Blau, Violett, Pink, Weiß; Senden bleibt immer rot) und Sonnenlicht-Modus (wie der Sonnen-Knopf oben): gelber Hintergrund mit schwarzer Schrift für draußen, Wasserfälle und Spektrum grau-schwarz. Schrift: Text (Barlow – fest eingebaut, Standard –, Segoe UI, Bahnschrift oder Systemschrift) und Zahlen für Uhr, Werte und Knöpfe (Bahnschrift, Barlow, Segoe UI oder Pixelschrift). Die große Frequenz bleibt immer in der Pixelschrift. Wasserfall und Spektrum: Wasserfall-Farben (Standard Schwarz–Blau–Grün–Gelb–Rot; außerdem Blau–Türkis–Weiß, ruhig oder einfarbig grün – gilt für alle Wasserfälle), Spektrum glätten und Hintergrund ebnen.
Daten
Sicherung: alles – Log, Einstellungen, Rufspeicher, SSTV-Bilder – in eine Datei speichern und wiederherstellen. Zurücksetzen: Einrichtung erneut starten oder alle Einstellungen zurücksetzen. Protokoll: alle Meldungen der App und eigene CI-V-Befehle.
Über G90 Connect
Version, Lizenz, Datenschutz und Lizenzen fremder Bestandteile. Mit dem Haken Beim Start nach einer neuen Version suchen schaut die App höchstens einmal am Tag auf www.do4fox.de nach (standardmäßig aus); Jetzt nach neuer Version suchen fragt sofort. Dazu die Anzeige, ob der Browser die Grafikbeschleunigung nutzt (ist sie aus, läuft die App langsamer – dort steht, wie man sie einschaltet). Unterstützen: Spenden-Knopf.
Einstellungen
Ausschnitt aus den Einstellungen.
Fehlersuche
Keine Soundkarten in der Liste
App über den Helfer öffnen (G90.exe bzw. http://127.0.0.1:8738/) statt als Datei, Mikrofon-Freigabe in Chrome erlauben, dann Audio-Geräte aktualisieren (Einstellungen → Soundkarten).
Keine Verbindung zum G90
USB-Kabel und Treiber prüfen, Baudrate in App und Gerät gleich (Werkseinstellung 19200), beim Verbinden das richtige Interface wählen.
FT8: keine Leistung
Windows-Wiedergabepegel der USB-Soundkarte auf 100 %, dann App-Pegel anpassen, ohne dass die ALC deutlich anschlägt.
FT8: keine Antworten / Dekodes
PC-Uhr prüfen (Anzeige „Uhr“), in Windows synchronisieren.
Kein Ton zum Funkgerät
Richtige Ausgabe-Soundkarte gewählt? Hilft nichts, die Windows-Soundeinstellungen zurücksetzen.
Panorama zeigt nichts Sinnvolles
Eingang wirklich stereo (2 Kanäle in Windows)? „I/Q tauschen“ probieren, Versatz prüfen.
Windows blockiert G90.exe
Weitere Informationen → Trotzdem ausführen. Manche Virenscanner melden unsignierte Programme fälschlich.

Was die App gerade tut, steht im Protokoll (Einstellungen → „Protokoll und eigene Befehle öffnen“). Fragen und Rückmeldungen: info@do4fox.de

DO4FOXG90 Connect – Anleitung V5.89b · Kein Produkt von Xiegu · Impressum · 73